S3-Datastore · Offsite für PBS

Proxmox Backup Server: S3-Offsite im RZ Frankfurt

PBS dedupliziert lokal, die günstige Offsite-Kopie liegt als S3-Objektspeicher in Frankfurt. Endpoint https://de-fra.i3storage.com, Region de-fra, SigV4 — DSGVO/AVV, 1 TB Egress inkl. pro TB. Ab 2,49 €/TB.

Proxmox Backup Server S3: Offsite-Ziel RZ Frankfurt
PBS-Datastore
Offsite S3
DSGVO / AVV
RZ Frankfurt
1 TB Egress
inkl. pro TB

Lokale Deduplizierung, günstige Offsite-Kopie in Frankfurt

Proxmox Backup Server (PBS) ist die Deduplizierungs-Zentrale Ihrer Proxmox-Umgebung: Proxmox VE sichert VMs und Container per vzdump an PBS, Hosts und Dateien landen über den proxmox-backup-client im Datastore — chunk-basiert, dedupliziert und inkrementell. Was der lokalen Umgebung fehlt, ist die räumlich getrennte Kopie. Genau die liefert intercolo i3 als S3-kompatibler Objektspeicher: Sie halten den schnellen, deduplizierten Datastore lokal und schieben eine Offsite-Kopie in die Region de-fra über den Endpoint https://de-fra.i3storage.com — ohne zweites RZ, ohne Bandroboter, bei 99,999999 % Durability und Daten, die das RZ Frankfurt nie verlassen. Neuere PBS-Versionen sprechen S3-Objektspeicher direkt als Datastore-Backend an; wer noch auf älteren Versionen läuft, erreicht dasselbe Ziel über einen Sync-Job auf einen S3-basierten Datastore.

S3-Offsite für PBS einrichten: Datastore & Sync in 5 Schritten

1

Bucket in Frankfurt anlegen

Legen Sie zuerst einen Bucket für die Offsite-Kopie an — per aws-cli gegen https://de-fra.i3storage.com in der Region de-fra (siehe Code unten) oder mit einem beliebigen S3-Tool. Ein eigener Bucket pro Umgebung hält Zuständigkeiten und Abrechnung sauber getrennt.

2

S3-Endpoint in PBS hinterlegen

In der PBS-Weboberfläche unter Configuration → S3 Endpoints tragen Sie Endpoint https://de-fra.i3storage.com, Region de-fra sowie Ihr Access-/Secret-Key-Paar (SigV4) ein. Der Zugriff läuft ausschließlich über diese Schlüssel — kein Passwort-Login. TLS bleibt aktiv, das Zertifikat ist gültig.

3

S3-basierten Datastore anlegen

Unter Datastore → Add Datastore legen Sie einen Datastore mit Backend S3 an, der auf Ihren Bucket zeigt, und geben ein lokales Cache-Verzeichnis an. PBS legt die deduplizierten Chunks im Bucket ab und hält Metadaten und Cache lokal für zügige Operationen.

4

Sync-Job vom lokalen Datastore

Statt direkt nach S3 zu sichern, empfiehlt sich das Muster lokaler Dedup-Datastore plus Offsite-Sync: Richten Sie einen Sync-Job ein, der Ihren lokalen Datastore als Quelle auf den S3-Datastore als Ziel spiegelt. So bleiben Sicherung und Restore lokal schnell, während die Distanz-Kopie automatisch nach Frankfurt fließt. Auf älteren PBS-Versionen ohne S3-Backend zeigt der Sync-Job stattdessen auf einen entfernten, S3-basierten PBS in Frankfurt.

5

Zeitplan, Prune & Garbage Collection

Setzen Sie einen Zeitplan für den Sync-Job (etwa täglich nach dem Backup-Fenster) und definieren Sie die Aufbewahrung über die PBS-Prune-Richtlinie (keep-daily/-weekly/-monthly/-yearly). Die Garbage Collection gibt anschließend nicht mehr referenzierte Chunks frei — auch im S3-Datastore. Die Aufbewahrung steuert damit PBS, nicht der Storage.

S3-Werte, Bucket-Anlage & Verbindungstest

bash
# intercolo i3 — S3-Werte für den PBS-Offsite-Datastore:
#   Endpoint   : https://de-fra.i3storage.com
#   Region     : de-fra
#   Bucket     : pbs-offsite          (Beispiel)
#   Access key : <ACCESS_KEY>
#   Secret key : <SECRET_KEY>

# 1) Bucket vorab anlegen und Credentials prüfen (AWS CLI, SigV4):
aws --endpoint-url https://de-fra.i3storage.com \
    --region de-fra \
    s3 mb s3://pbs-offsite

# 2) Zugriff verifizieren (Bucket-Inhalt auflisten):
aws --endpoint-url https://de-fra.i3storage.com \
    --region de-fra \
    s3 ls s3://pbs-offsite --recursive --human-readable

# S3-Endpoint und S3-Datastore selbst legen Sie in der PBS-Weboberflaeche an:
#   Configuration -> S3 Endpoints  (Endpoint / Region / Access / Secret)
#   Datastore -> Add Datastore -> Backend: S3  (mit lokalem Cache)

# 3) Datastores auflisten (lokal + S3-basiert):
proxmox-backup-manager datastore list

# 4) Garbage Collection auf dem S3-Datastore anstossen
#    (gibt nach dem Prune nicht mehr referenzierte Chunks frei):
proxmox-backup-manager garbage-collection start pbs-offsite

# 5) GC-Status ansehen:
proxmox-backup-manager garbage-collection status pbs-offsite

Path-Style: https://de-fra.i3storage.com/pbs-offsite · Virtual-hosted: https://pbs-offsite.de-fra.i3storage.com. S3-Endpoint und Datastore konfigurieren Sie in der PBS-Weboberfläche; die AWS CLI dient hier nur zur Vorab-Verifikation.

Kein Object Lock storage-seitig — planen Sie die Offsite-Kopie richtig

Zur Erwartungshaltung: i3 Object Storage bietet KEINE storage-seitige Unveränderlichkeit (kein Object Lock/WORM, keine Versionierung). Die S3-Kopie ist damit Ihre räumlich getrennte Offsite-Kopie im 3-2-1-Prinzip (3 Kopien, 2 Medien, 1 extern) — nicht der ransomware-feste Tresor. Für harte Unveränderbarkeit gegen Verschlüsselungsangriffe setzen Sie auf einen lokal getrennten, streng zugriffsbeschränkten PBS-Datastore (eigene Hardware, separate Credentials, idealerweise mit Offline- oder Verify-Fenstern) und nutzen die S3-Kopie als günstige Distanz-Sicherung. Zusätzlichen Schutz liefert die client-seitige Verschlüsselung von PBS (siehe unten): Im Objektspeicher liegen dann ausschließlich verschlüsselte Chunks.

Dedup bleibt lokal, die Distanz-Kopie wird günstig

PBS spielt seine Stärke lokal aus: chunk-basierte Deduplizierung und inkrementelle Sicherungen sorgen dafür, dass nur geänderte Blöcke geschrieben werden — das spart Speicher und macht Restores schnell. Genau deshalb gehört der aktive Datastore auf lokale, schnelle Disks. Der Objektspeicher übernimmt die andere Hälfte der 3-2-1-Regel: die günstige, skalierbare Kopie an einem anderen Ort. Da PBS bereits dedupliziert und auf Wunsch verschlüsselt, wandern nur kompakte, unlesbare Chunks nach Frankfurt. Sie zahlen für effektiv genutzten Speicher ab 2,49 € pro TB/Monat — ohne die Egress-Überraschungen der US-Hyperscaler, denn pro gebuchtem TB ist 1 TB Egress inklusive.

Dedup bleibt lokal, die Distanz-Kopie wird günstig

Aufbewahrung & Betrieb: Prune, GC, Sync, Verify

Prune-Schedules

Wie viele Wiederherstellungspunkte wie lange bleiben, legen Sie über die PBS-Prune-Richtlinie fest (keep-last, keep-daily, keep-weekly, keep-monthly, keep-yearly). Prune markiert abgelaufene Snapshots — der Speicher wird erst durch die Garbage Collection wieder frei.

Garbage Collection

Die GC entfernt Chunks, die von keinem Snapshot mehr referenziert werden. Planen Sie sie regelmäßig pro Datastore ein; auf dem S3-Datastore räumt sie ebenfalls nicht mehr benötigte Objekte ab. So entspricht der belegte Speicher exakt dem, was Ihre Aufbewahrung vorgibt.

Sync-Job

Der Sync-Job hält den S3-Datastore als Offsite-Spiegel des lokalen Datastore aktuell. Er überträgt nur fehlende Chunks (inkrementell) und lässt sich zeitlich nach dem Backup-Fenster planen — die Distanz-Kopie entsteht automatisch, ohne manuelles Zutun.

Verify

Verify-Jobs prüfen die Integrität der Chunks per Prüfsumme. Auf dem lokalen Datastore ist das kostenneutral; auf dem S3-Datastore liest Verify Daten zurück und erzeugt Egress — planen Sie die Häufigkeit bewusst oder verifizieren Sie primär lokal.

i3 vs. Wasabi vs. Backblaze B2 als PBS-Offsite-Ziel

Wasabi Backblaze B2 intercolo i3
Standort / Datenhoheit EU-Region wählbar, US-Konzern EU-Region wählbar, US-Konzern RZ Frankfurt, 100% DE, DSGVO/AVV
Endpoint s3.eu-central-*.wasabisys.com s3.eu-central-*.backblazeb2.com https://de-fra.i3storage.com (de-fra)
Egress-Modell 'kostenlos' bis Speichermenge, dann gedrosselt 1 TB frei/Tag, dann pro GB 1 TB inkl./TB, dann +3,99 €/TB
Ab-Preis Storage Listenpreis US$/TB Listenpreis US$/TB 2,49 €/TB
Storage-Immutability Object Lock verfügbar Object Lock verfügbar Nein — Offsite-Kopie im 3-2-1
Support / Ansprechpartner Ticket, EN Ticket, EN Direkt, deutsch, RZ-Team
Strom variiert variiert 100% Ökostrom

Client-seitige PBS-Verschlüsselung statt Blindvertrauen

i3 verschlüsselt nicht at-rest — und genau deshalb behalten Sie die Kontrolle selbst: PBS unterstützt client-seitige Verschlüsselung. Hinterlegen Sie in Proxmox VE für den PBS-Storage einen Verschlüsselungsschlüssel (bzw. im proxmox-backup-client), dann werden die Chunks VOR dem Upload verschlüsselt. Im lokalen wie im S3-Datastore liegen anschließend ausschließlich unlesbare Chiffrate; der Schlüssel verlässt nie Ihre Infrastruktur. Der Transport ist zusätzlich per TLS gesichert. Das ist der saubere Weg für sensible Daten: kein Provider, auch wir nicht, kann die Backups lesen. Sichern Sie den Schlüssel getrennt und redundant — ohne Schlüssel kein Restore.

Client-seitige PBS-Verschlüsselung statt Blindvertrauen

Egress-Transparenz: Restores und Verify vorab kalkulierbar

Der teuerste Fehler beim Offsite-Backup ist der ungetestete Restore. Bei US-Hyperscalern bestraft jede Rückholung und jeder Integritätslauf mit Egress-Gebühren. Hier ist pro gebuchtem TB Storage 1 TB Egress inklusive: Sie holen einzelne VMs, Container oder Dateien aus dem S3-Datastore zurück und validieren Ihre Recovery-Kette, ohne dass die nächste Rechnung explodiert. Restores und Verify-Läufe auf dem S3-Datastore lesen Chunks zurück und erzeugen entsprechend Egress; darüber hinausgehender Traffic wird transparent mit +3,99 €/TB abgerechnet — planbar statt überraschend. Tipp: Für die schnelle, kostenneutrale Wiederherstellung greifen Sie zuerst auf den lokalen Datastore zu und nutzen die S3-Kopie als Rückfallebene, wenn lokal nichts mehr steht.

Wir migrieren Ihre Daten für Sie

Unsere Erfahrung spricht für sich: Wir haben bereits erfolgreich Migrationen mit mehreren Petabyte an Daten und über 500 Millionen Dateien durchgeführt.

500 Mio.+
migrierte Dateien
Petabyte
Datenvolumen migriert
seit 2006
am Markt
Neuere PBS-Versionen sprechen S3-kompatiblen Objektspeicher direkt als Datastore-Backend an: Sie legen einen S3-Endpoint (https://de-fra.i3storage.com, Region de-fra) und darauf einen Datastore mit lokalem Cache an. Auf älteren Versionen erreichen Sie dasselbe Ziel über einen Sync-Job auf einen entfernten, S3-basierten PBS in Frankfurt.
Empfohlen ist lokaler Dedup-Datastore plus Offsite-Sync nach S3. Sicherung und Restore bleiben lokal schnell, während ein Sync-Job die Distanz-Kopie automatisch nach Frankfurt spiegelt — das saubere 3-2-1-Muster. Direkt auf einen S3-Datastore zu sichern ist möglich, aber langsamer und erzeugt bei jedem Restore Egress.
Storage-seitig nein (kein Object Lock/WORM, keine Versionierung). Nutzen Sie die S3-Kopie als räumlich getrennte Offsite-Kopie im 3-2-1. Für harte Ransomware-Unveränderbarkeit dient ein lokal getrennter, streng zugriffsbeschränkter PBS-Datastore; die Aufbewahrung selbst steuern Sie über PBS-Prune und Garbage Collection.
Vollständig über PBS: Prune-Schedules (keep-daily/-weekly/-monthly/-yearly) bestimmen, welche Snapshots bleiben, die Garbage Collection gibt danach nicht mehr referenzierte Chunks frei — auch im S3-Datastore. Der belegte Speicher entspricht damit exakt Ihrer PBS-Retention.
At-rest verschlüsselt der Storage nicht; der Transport läuft per TLS. Für Vertraulichkeit aktivieren Sie die client-seitige PBS-Verschlüsselung: Die Chunks werden vor dem Upload verschlüsselt, der Schlüssel bleibt bei Ihnen, und im Bucket liegen nur Chiffrate.
Pro gebuchtem TB Storage ist 1 TB Egress inklusive — das deckt reguläre Restores und Tests ab. Verify-Läufe auf dem S3-Datastore lesen Daten zurück und erzeugen ebenfalls Egress; darüber hinaus kostet Traffic planbar +3,99 €/TB. Wer Egress sparen will, verifiziert primär auf dem lokalen Datastore.
Beide: Path-Style https://de-fra.i3storage.com/<bucket> und Virtual-hosted https://<bucket>.de-fra.i3storage.com. Für die aws-cli genügt --endpoint-url https://de-fra.i3storage.com mit Region de-fra; PBS und die meisten S3-Clients wählen das passende Adressierungsschema automatisch.
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